STUDIO KORDIAL

PROJEKT SCHUTZRAUM

Seit dem 01.10.2022 bin ich Stipendiatin des START-Stipendiums für Architektur und Design 2022 des österreichischen Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport (BMKÖS). Außerdem habe ich einen Platz im Mentoring-Programm für Künstlerinnen des BMKÖS ergattert und darf mich über ein Tandem mit der wundervollen ANNA POPELKA freuen!

Das Stipendium ist an ein selbst gewähltes Arbeitsvorhaben verknüpft, was mir den (beruflich-künstlerischen) Start in Österreich erleichtern soll…

Arbeitsvorhaben Antrag:
Nach diversen Mitbegründen von sozio-ökologischen Projekten in Deutschland und Österreich im Bereich Leerstandsaktivierung und Ernährungssouveränität, widme ich mich im Rahmen des Startstipendiums dem Vorhaben Projekte durchzuführen, die das Leben von benachteiligten Frauen verbessern sollen. Dazu kooperiere ich mit konkreten Fachinsitutionen und Expert:innen in Österreich, die bereits Bedarfe und Bereitschaft signalisierten. Ich würde mich freuen so meinen Werdegang als „soziale Gestalterin“ weiter ausbauen zu können und einen positiven Beitrag zu leisten in dieser Gesellschaft, die diese „Care“-Arbeit mehr den je zu brauchen scheint, aber für die immer zu wenig Geld da ist.

Logbuch des Zeitraum des Start-Stipendiums:
Treffen im September mit Frauenhaus wegen deren Überlastung nicht möglich. Sie haben nicht mal Zeit um sich kurz am Telefon zu besprechen 🙁
20.09: Treffen mit ARGE Sie (Obdachlosenhilfe für Frauen) erfolgreich. Sind interessiert an einer gemeinsamen Arbeit. Können sich vorstellen, dass ich Ihnen zuerst bei der fehlenden Sichtbarkeit der Missstände helfe. Eine Überlegung war eine fiktive Geschichte einer in Not geratenen Frau zu zeichnen, die auf die klassischen Barrieren trifft, die es auszumerzen gilt. Sie wollen mir so eine Geschichte in den nächsten Wochen liefern, die ich dann illustrieren kann. Eine weitere Überlegung war den 8.März 2023 (Weltfrauentag) zu nutzen, um die Arbeit zu präsentieren und als Bündnis der verschiedenen Initiativen für Frauenrechte aufzutreten. Hierzu gibt es schon eine Arbeitsgruppe. Vor allem von Gewalt betroffene Frauen haben es schwer. Es wäre super für diese einen SCHUTZRAUM zu schaffen.
12.10: Treffen mit Fiftytwo. Eine weitere Überlegung betrifft die Notschlafstelle für Frauen. Im Habitatprojekt „Willy Fred“ ist eine kleine Wohnung frei, die für diese Zwecke hergerichtet werden soll. Auch dazu gibt es bereits eine Arbeitsgruppe (Maiz, Fitftytwo…)
18.10: Es stellt sich immer mehr heraus, dass die ehemals angedachte Kombination aus Notschlafstelle und mobilem Studio für keine machbare Lösung ist. Vielmehr brauchen die von gewaltbetroffenen Frauen einen SCHUTZRAUM, der nicht temporär oder mobil sein sollte. Es braucht zudem eine Sichtbarkeit dieses Hilfsangebotes und daher macht Stabilität und Fokus hier absolut Sinn. Meine Entscheidung ist daher in ein mobiles Studio für mich zu investieren oder mir ein Atelier zu suchen und die bisher kontaktieren Initiativen dabei zu unterstützen, dass neue Räumlichkeiten entstehen. Vielleicht ist deren Eröffnung eine gute Gelegenheit, um die Frauenbilder- Serie auszustellen? Der Titel SCHUTZRAUM gefällt mir. Damit werde ich weiter arbeiten.
10.11: Im Willy Fred Hausprojekt hat sich jetzt die Projektwohnung „SALTO“ gegründet. Dort soll ein sicherer Raum für Flüchtlinge, aber eben auch für Frauen mit häuslicher Gewalterfahrung geschaffen werden. Ich habe eine fiktive Fallskizze von den Mitarbeiterinnen der ARGE SIE bekommen. Nächste Woche treffen wir uns und besprechen wie es weitergeht. Ich werde auf jeden Fall den Kontakt zwischen dem Hausprojekt und der ARGE Sie herstellen, damit die sich da absprechen können. Auch bzgl. 8. März werde ich nochmal nachhaken. Es gibt ja ein Bündnis 8. März, aber scheinbar ist die ARGE Sie da nicht mehr aktiv dabei. Das sollte sich ändern! Sie haben ja akuten Bedarf, dass sich die Politik für Sie und die Belange derer für die sie Vormund sind annehmen.
15.11: Treffen mit der Arge Sie und im Anschluss mit der Vizebürgermeisterin Eva Schobesberger. Es soll eine Grafikserie entstehen, um die Geschichte einer Frau X darzustellen und an welche typischen Barrieren sie trifft. Diese sichtbar zu machen ist eine meiner selbstgesetzten Aufgaben während der Stipendiumzeit.

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